John-Cranko-Schule

Um die besondere Qualität der Ansprüche Crankos, vor allem die Schaffung von Individuen bis in die letzte Reihe des Corps de Ballet, weiterhin erhalten zu können, genügte die direkt ans Staatstheater angeschlossene Ballettschule nicht mehr. Es musste ein Institut sein, in dem eine umfassende Tanzausbildung von den ersten Schritten bis zur Bühnenreife sowie der Erwerb eines Diploms angeboten und das in Form eines Internats geführt wird, damit Anwärter aus aller Welt Besuchsmöglichkeit haben.

 

Die heutige Ballettschule wurde am

1. Dezember 1971 eingeweiht, nachdem Cranko seine engste künstlerische Vertraute, die Ballettmeisterin Anne Woolliams, als Leiterin eingesetzt hatte. Durch die Gewinnung zahlreicher erstrangiger Pädagogen erhielt diese bis dahin in ihrer Art einmalige Schule schon bald einen ausgezeichneten Ruf. Nach Crankos Tod erfolgte die Umbenennung des Institutes in John-Cranko-Schule. 

 

Nach dem Weggang von Anne Woolliams, bedingt durch ein anderweitiges Engagement, standen in den anschließenden Jahren der Tänzer Heinz Clauss (bis 1990), der Ballettmeister Alex Ursuliak (bis 1997) und nach einer Interimszeit mit Reid Anderson, der die Schule wieder fester an die Ballettdirektion anschloss, Tadeusz Matacz dem Institut vor.

 

Ein beachtlicher Teil der heutigen Compagnie ist aus der Schule hervorgegangen, darunter Julia Krämer, Roland Vogel und Wolfgang Stollwitzer und ganz aktuell die jungen Tänzer Elisa Badenes und Daniel Camargo  Somit fungiert diese Einrichtung als wichtiger Funktionsträger, um Crankos Intentionen weiter treu zu bleiben und damit die qualitative Grundlage für das Stuttgarter Ballett zu erhalten.

 

Im Dezember 2011 feierte die Schule ihr 40-jähriges Jubiläum.